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Zedler, Grosses vollständiges Universal-Lexicon aller Wissenschaften und Künste, 64 Bände (A-Z)

Komplettes Lexikon (Halle & Leipzig, 1732-1750). Erster photomechanischer Nachdruck durch die Akademische Druck- & Verlagsanstalt (ADEVA), Graz. Mit rund 700.000 Stichworten ...

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Zedler, Johann Heinrich
Grosses vollständiges Universal-Lexicon aller Wissenschaften und Künste
64 Bände (A-Z), Halle und Leipzig, 1732-1750
Photomechanischer Nachdruck durch die Akademische Druck- und Verlagsanstalt (ADEVA), Graz, 1961-1984

Original-Kunstledereinbände, Buchrücken mit Goldprägungen („Zedler Universal Lexikon“, Bandnummer, Buchstabenbereich, Zierlinien & Blumenmotiv) sowie zwei stilisierten Rückenschildern. Format ca. 26,5 x 18 cm. Rund 63.000 Seiten; im Lexikon einige Abbildungen (u.a. Frontispize, Tafeln & Tabellen). 

Weitere Informationen zu Zedler, Großes vollständiges Universal-Lexicon aller Wissenschaften und Künste, 1732-1754

Wie auch den ersten acht & letzten beiden Originalbildern zu entnehmen, zeigen die Bände eine harmonische Gesamtansicht (Bild 4 Bände 1-32, Bild 5 Bände 33-64). Die Goldverzierungen glänzen, die Rückenkanten ohne Einrisse oder dgl. Die Bücher sind innen frisch & hell. Alles fest eingebunden, kein unangenehmer Geruch, keine Fleckigkeit (lediglich am Seitenrand einer Seite etwas Druckerschwärze). Von eher unauffälligen Sachverhalten bei sieben Buchdeckeln (wie ein kleiner Eindruck oder eine feine Bereibung, s. beispielhaft Bild 23 zweiter Band von rechts) abgesehen sind die Deckel tadellos erhalten. Der Buchschnitt mit einer leichten Standspur; bei acht Bänden hat er zudem eine Anschmutzung, ein Band hat am Schnitt einige runde Eindrücke (offenbar fertigungsbedingt), bei einem sind circa fünf Seiten an einer Stelle eingedrückt & vier Bände zeigen eine stärkere Auffälligkeit (s. Bild 24, jeweils ein Fleck bzw. zweiter Band von oben mit transparenten Sprenkeln). Der übrige Einband teils mit Eindrücken oder Bestoßungen an Kanten & Ecken (s. Bild 23, erster & dritter Band von links); eine Deckelkante sowie drei Ecken stärker bestoßen (s. ebenfalls Bild 23 der anderen beiden Bände). Die Buchrücken gelegentlich mit einer kleineren Bereibung, einem Eindruck oder einer Bestoßung (s. hauptsächlich Bild 4 & 5).

Das von Johann Heinrich Zedler ab 1732 unter dem Titel "Grosses vollständiges Universal-Lexicon aller Wissenschaften und Künste, Welche bishero durch menschlichen Verstand und Witz erfunden und verbessert worden ..." verlegte Werk ist eine der bedeutensten deutschsprachigen Monumental-Enzyklopädien. Insgesamt erschienen vom Zedler Universallexikon 68 Bände: 64 Bände A-Z (1732-1750) & sowie ab 1751 noch vier Supplementbände, welche 1754 beim Buchstaben C eingestellt wurden.

In den zweispaltig gedruckten Bänden finden sich Frontispize von Widmungsträgern (wie etwa Friedrich Wilhelm, König von Preußen oder Maria Anna, Erz-Herzögin von Österreich), zu Beginn des Lexikonteiles halbseitige Stiche, einige (teils ausfaltbare) Tafeln bzw. Tabellen sowie am Ende gest. Schluß-Vignetten. Die Auflagenhöhe dürfte nach Schätzungen bei etwa 2.000 Exemplaren gelegen haben, daher im Original heute nur noch äußerst selten erhältlich (selbst Einzelbände).

Mit dem schier unmöglich scheinenden Plan, ein Lexikon herauszugeben, welches sich nicht speziell mit einem oder wenigen Fachbereichen beschäftigt, sondern eine universale Quelle des Wissens darstellt, stieß der Buchhändler Johann Heinrich Zedler (1706-1751) seinerzeit zunächst allenthalben auf Unverständnis. Als der erste Band 1731 in Leipzig erschien, versuchten mächtige Konkurrenten wie Thomas Fritsch & Johann Gleditsch, Zedlers Vorhaben zu stoppen. Sie fürchteten eine zu große Konkurrenz für die Lexika, die sie selbst herausgaben, denn Zedler strebte mit seinem Universal-Lexicon ein Werk an, welches alles vorher Dagewesene zu ersetzen imstande war. Der erste Band wurde auf Antrag der großen Leipziger Verleger zunächst von der Bücherkommission 1731 beschlagnahmt, so daß Zedler die Produktion nach Halle verlegen musste. Insgesamt brachte die Arbeit an diesem Werk seinem Herausgeber keinen finanziellen Reichtum. Vielmehr entging Zedler mehrfach nur knapp dem Ruin.

Zedler war der erste Herausgeber einer Enzyklopädie, welcher eine ganze Redaktion von Verfassern beschäftigte, darunter Jacob August von Franckenstein, Paul Daniel Longiolus & Carl Günther Ludovici. Die Redaktion der ersten 18 Bände leitete Johann Peter von Ludewig (1688-1743), Historiker & Kanzler der Unversität Halle, ab Band 19 übernahm Carl Günther Ludovici, Professor der Weltweisheit an der Universität Leipzig, die Redaktion.

Der enorme Umfang des Gesamtwerkes von ca. 65.000 Seiten geht erstaunlicherweise weniger auf den Umfang der einzelnen Artikel als vielmehr auf die Anzahl der Einträge zurück. Mit ca. 700.000 Stichworten, davon 500 000 Personeneintragungen, ist der Zedler (meist nach seinem Verleger Zedler, nicht nach seinen Redakteuren benannt) auch für den heutigen Zeitgenossen eine unübertroffene Auskunfttei & dieses monumentale Werk bis zum heutigen Tag neben der spanischen Espasa die größte Allgemeinenzyklopädie des Abendlandes bzw. das umfangreichste vollendete Allgemein-Lexikon deutscher Sprache. Daß mehr als zwei Jahrhunderte nach seinem Erscheinen zwei vollständige Nachdrucke (1961 ff., 1993 ff.) durch die Akademische Druck- und Verlagsanstalt (ADEVA) unternommen worden sind, legt Zeugnis von der einmaligen & anhaltenden Bedeutung dieses Werkes ab.

Artikelnummer
Zedler-64Bde-Adeva-1961-876
Autor
Zedler, Johann Heinrich
Verlag
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt
Ort
Graz (Leipzig Halle)
Jahr
1961-1984
Gewicht
136 kg
Einband
(Kunst-) Leder
Zustand
gebraucht