Meyers Lexikon Auflagen


Meyer Lexika, deren Beginn & weitere Bedeutung ist zunächst eng mit dem Verlagsgründer Joseph Meyer verbunden. Am 1. August 1826 gründete er in Gotha das Bibliographische Institut. Eigentümerin war seine Frau Minna Meyer; er selbst „nur“ Geschäftsführer.

 

Es folgten zunächst kleinere Verlagsprojekte wie Übersetzungen aus dem Englischen (Meyer war einige Jahre in London) oder Klassiker-Ausgaben. Allen gemein war der für damalige Verhältnisse sehr geringe Preis, was den etablierten Buchhandel gegen Meyer aufbrachte; seine Ausgaben wurden zunächst nicht bestellt & in das Sortiment aufgenommen.

Meyer mußte seine Ausgaben jedoch mit allen Mitteln zum Leser bringen und war daher praktisch der ersten Verleger, welcher diese klassischen Vertriebswege des Buchhandels nicht als gegeben hinnahm & neue Vertriebsformen für den Absatz seiner Werke schuf - indem er bei den Interessenten ansetzte: Anzeigen an Poststationen, Werbeprospekte, mehrere Seiten umfassende Zeitungsanzeigen (wo andere Verleger sich mit der bloßen Nennung Ihrer Neuerscheinungen begnügten) & wo der ortansässige Buchhandel nicht mit ihm zusammen arbeiten wollte, rekrutierte er buchhandelsfremde Kaufleute als Vertriebsagenten. Innerhalb von zwei Jahren hatte er seinen Verlag kometenhaft im Markt etabliert – die Leser sahen ihn aufgrund der „guten“ Preise als Wohltäter; den Buchhändlern bliebt er bis an sein Lebensende suspekt.

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